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Horst Janssen

Horst Janssen (1929 1995) gilt als einer
der bedeutendsten und produktivsten deutschen Zeichner und Grafiker der Nachkriegszeit. |
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Buchtipps :

Horst Janssen. Nature Morte 1946 -
1993.

Nature Morte übersetzen wir mit Stilleben. Wahrhaft still
ist es darum geworden und seit Cezanne ist auch das Leben da heraus. Erst Janssen hat den
zur Bedeutungslosigkeit herabgesunkenen Dingen - einem welken Blatt, einem Stück Holz,
einer Kartoffel, einem Handschuh, einer Haarspange - wieder Leben eingehaucht. Leben von
seinem Leben. Und so lebt unter seinem Blick die Natur wieder auf, treibt schönere
Blüten denn je, macht in vielen Stimmen von sich reden und teilt sich mit, wie wir sie
lange nicht mehr oder noch nie wahrgenommen haben. Nature Morte - seit diesem Buch ist das
immer wieder und noch einmal der erste Schöpfungstag. Hier sind sie versammelt - die von
Eros und Trauer uinflorten Köstlichkeiten, auf die wir nicht mehr verzichten wollen, die
uns den Geschmack am Leben zurückgeben. In der Reihe der Werkübersichten ist es der
vierte Band: ... als wäre jeden Tag Ernte. © 1997 Verlag St.Gertrude Hamburg
Gebundene Ausgabe (1993) 492 Seiten mit 456 farbigen Abb. / 35,0 x 26,0 cm, Leinen mit
farbigem Schutzumschlag / St. Gertrude, Hamburg
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Buchtipp :
Horst Janssen.
Hannos Tod.

Der Plan, eine Folge von Radierungen in unabhängiger Parallele zu einem in der
Grundstimmung verwandten Text zu machen, beschäftigte Janssen 1972 neben vielen anderen
Arbeiten über mehrere Monate. Die Novelle "Vier Tage" von Garschin oder ein
Kapitel aus den "Aufzeichnungen eines Jägers" von Turgenjew kamen in Betracht,
wurden aber wieder aufgegeben. Dann konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf ein Kapitel
aus den "Buddenbrooks", in dem der Verlauf einer tödlichen Krankheit des
kleinen Hanno von den ersten noch scheinbar harmlosen Symptomen bis zur Einsicht in die
völlige Hoffnungslosigkeit beschrieben wird. Einen unmittelbaren Bezug auf den Text von
Thomas Mann wird man aber in Janssens Selbstbildnissen vergeblich suchen, die Verbindung
besteht eher in einem gemeinsamen Dritten: Vergänglichkeit und Verfall.
Den Gegensätzen der Erzählung, Gesundheit und Krankheit, die unausweichlich
zum Tode führt, sind in der Radierfolge zu "Hanno's Tod" zwei andere Pole
hinzugefügt: das menschliche Gesicht - das eigene des Radierers - und die Auflösung
seiner Grundelemente in die Landschaft.
Entstanden sind die 27 Selbstbildnisse, von denen Janssen 23 in einer
Radiersuite unter dem Titel "Hanno's Tod" zusammengefaßt hat, in schneller
Folge zwischen dem 15. und 21. Dezember 1972.
Die in diesem Buch publizierten Probedrucke der Radierungen zu "Hanno's
Tod", gedruckt von Hartmut Frielinghaus, sind ein Geschenk von Gerhard Schack an die
Hamburger Kunsthalle zur Eröffnung ihres Neubaus und zum allerersten Geburtstag für die
"Galerie der Gegenwart". Dort ist ein Kabinett eingerichtet, in dem von nun an
das zeichnerische und druckgraphische Werk von Horst Janssen in wechselnden Ausstellungen
gezeigt werden soll: die umfangreiche Sammlung Schack, seit 1997 als Dauerleihgabe in der
Hamburger Kunsthalle, bereichert durch den bedeutenden Nachlaß von Janssens Kupferdrucker
Hartmut Frielinghaus, den die Hansestadt Hamburg erwerben konnte, bietet dafür ein
unvergleichlich reiches Material. ©
1997 Verlag St.Gertrude Hamburg
Gebundene Ausgabe (1997) 103
Seiten m. 50 farb. Abbildungen
29 cm / St. Gertrude, Hamburg
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Buchtipp :
Horst Janssen
Hundert Köpfe.

Horst Janssen hat unzählige Köpfe gekrizelt, gemalt, gezeichnet und radiert. Er hat sich
damit spielend einen der ersten Plätze unter den Meisterporträtisten unseres
Jahrhunderts erobert. Von Bettine von Arnim bis Andy Warhol - dazwischen u.a. Balzac,
Beethoven, Böll, Brecht, Friedrich der Große, Goethe, Grass, Hölderlin, Joyce, Kafka,
Knat, Thomas Mann, Mozart, Poe, Rembrandt, Schiller, Schubert, Tolstoi. (©..Amazon.com, Inc. und
Tochtergesellschaften)
Taschenbuch (1997) Mit 100 farb. Abbildungen / Piper, München
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Buchtipp :
Horst Janssen
Freunde und andere. 1947 bis 1994.

In der Reihe der einem Thema
gewidmeten großen Werkübersichten ist es der siebte Band.
Der Titel läßt aufhorchen und stammt noch
von Janssen selbst. Wer sind die anderen? Goya, Hogarth, Mark Twain, Baudelaire,
Hölderlin, Tolstoi, aber auch Grass, Böll, Hildesheimer und andere Zeitgenossen. Wer
möchte nicht zu den anderen gehören?
Das Gegenüber muß nicht am Leben sein,
damit Janssen in den Menschen eindringen und seine besonderen Laster und
Liebenswürdigkeiten hervortreten lassen kann. Mit seinem sezierenden Blick und der
völligen Angemessenheit seiner künstlerischen Mittel an die jeweilige Psyche hat Janssen
dem Porträt wieder jenen Spielraum zurückgegeben, den es im Zeitalter der Photographie
schon verloren hatte.
Die Kunst liegt darin, wirklich in den Porträtierten einzugehen und den Janssen vergessen
zu machen. Daß so etwas in der überwältigendert Zahl von 450 Porträts nur einem
Janssen gelingen kann, versteht sich dann wieder von SELBST. © 1997 Verlag St.Gertrude Hamburg
Gebundene Ausgabe (1996) 496 Seiten mit 450 farbigen Abb., 35,0 x 26 cm, Leinen mit
farbigem Schutzumschlag / St. Gertrude, Hamburg
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Buchtipp :
Horst Janssen
Frauenbildnisse
1947 - 1988.

In der Reihe der das Lebenswerk ordnenden Großbuchbände der erste: 390 Frauenbildnisse.
Eine Werkübersicht. Das Thema nahm eigentlich nie die ganze Zeit in Anspruch, um so
überraschender, daß Janssen zu allen Zeiten Frauenbildnisse geschaffen hat, daß sie bis
in die Frühzeit zurückreichen und zu Zeiten leidenschaftlicher Hinwendung sein Leben
besser als anderes dokumentieren. ©
1997 Verlag St.Gertrude Hamburg
Gebundene Ausgabe (1988) 480 Seiten mit 390 farbigen Abbildungen, 34,5 x 25,0 cm, Leinen
mit farbig. Schutzumschlag / St. Gertrude, Hamburg
Ein vorzüglich gestaltetes, brilliant gedrucktes Buch.
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Buchtipp :
Horst Janssen
Landschaften. 1942 - 1989.

530 Landschaften. Landschaften von Norwegen bis Japan, aus dem Tessin und den Elbmarschen,
zu allen Tages- und Jahreszeiten, aus allen Alters- und Entwicklungsstufen, als wäre das
Leben Landschaft und nichts als Landschaft gewesen. Innerhalb der Janssenbibliothek ist
das ein weiterer kompakter Großband aus der Reihe der Werkübersichten, die Summe einer
lebenslangen Landschafterei, das Kompendium einer sich ganz und immer wieder in Landschaft
flüchtenden Psyche. © 1997
Verlag St.Gertrude Hamburg
Gebundene Ausgabe (1993) 500 Seiten mit 530 farbigen Abb., 35,0 x 26 cm, Leinen mit
farbigem Schutzumschlag, Verlag St. Gertrude Hamburg
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Buchtipp :
Horst Janssen
Eros, Tod und Maske
1949 - 1992

Eros Tod und Maske - jedes Thema wäre ein Buch für sich. Alle drei Themen zusammen in
einem Buch - das ist noch einmal das große Welttheater, das entfesselte theatrum mundi,
wie es das Mittelalter gelegentlich, die Renaissance programmatisch und der Barock in
grandioser |bertreibung seiner Gegensätze kannte, der Moderne aber aus Mangel an
sinnlicher Fülle verlorengegangen ist. Hier kommt es noch einmal zur Aufführung: im
tödlichen Ernst der Liebesspiele, in den Veitstänzen der Lust und der Koketterie mit dem
Tod. Das Sterben hat so viele Gesichter wie das Leben. Alles ist Verwandlung. Nur daß es
hinter den Masken das wahre Selbst nicht gibt. Janssen teilt sich in die vielfältigen
Erscheinungen dieser Welt. Seine Handschrift ist so gelenkig, daß sie mit Strich und
Pinsel den Bühnenwechsel augenblicklich mitvollzieht. Fast immer spielt er auf mehreren
Bühnen zugleich. Unter den nach Themenkreisen gegliederten großen Werkübersichten ist
es der dritte Band und, gemessen an Weltfülle und Todesnähe, wohl der gewichtigste. © 1997 Verlag St.Gertrude Hamburg
Gebundene Ausgabe (1992) 496 Seiten mit 482 farbigen Abb., 35,0 x 26,0 cm, Leinen mit
farbigem Schutzumschlag, St. Gertrude, Hamburg
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